Der Woid Woife 

In Bodenmais zu Hause, aber im Arberwoid Dahoam 

Der Arberwoid, seine Bewohner und der Woid Woife - der Hintergrund

So manch einer vergleicht den Woid Woife gerne mit dem urigen "Mühlhiasl"- dem einfachen Müllerssohn aus dem Jahr 1753, der mit seinen nicht erklärbaren Talenten von sich reden machte und auch heute noch regen Zuspruch erfährt. Vielleicht stimmt bisweilen der Vergleich sogar. Denn sieht man die einzigartigen Bilder vom Wolfgang Schreil, schleicht sich schnell das Gefühl ein, dass hier eine besondere Gabe schlummern muss: wie vertraut sind ihm scheue Wildtiere, wie nah kommt er so manch schüchternen Waldbewohner. Für unsereins sind die herrlichen Bilder aus dem Arberwoid einzigartig, teils unvorstellbar. Kennen wir alle doch so manchen Waldbewohner nur aus Büchern oder aus dem Wildgehege.

Doch wie kommt es das der Woid Woife  so manches Viecherl "persönlich" kennt? Seine Lebensgeschichte ist der Grund warum er heute bekannt ist. Schon früh war der Wald sein zweites Dahoam. Hier hat er sich von klein auf wohl gefühlt, hier war er gerne. Ein Leben ohne Wald - unvorstellbar. Findet man doch hier Ruhe und Erholung. Schon während seiner Zeit als aktiver Sportler hat Wolfgang Schreil die Ruhe des Waldes wertgeschätzt. Nach Beendigung seiner Wettkampfszeit fand der Woid Woife hier dann eine neue Aufgabe. Mit Kamera und Leidenschaft bewaffnet, dokumentierte er seltene Tierarten und setzte sich engagiert gegen den Bau der Gondelbahn im Hochzell  in "seinem" Wald ein. Ein harter Kampf, in dem der Woife zusammen mit seiner Frau Sabine viele harte Worte dulden musste, in dem er vielerorts diskriminiert, belächelt aber auch oft massiv angegriffen wurde.

Heute ist der Arberwald dank seines Einsatzes Auerwild Schutzgebiet und ein Ort der besonderen Magie. So wird es zumindest oft von den Wanderern beschrieben, welche mit dem Woife unterwegs sind. Er selbst glaubt nicht an Zauberei.  Sondern vielmehr  versucht der 40jährige jedem zu verdeutlichen, dass hinter all dem kein großes Geheimnis schlummert. Jeder kann nömlich auf  wunderbare Art die Natur erleben. Jeder kann einzgartige Momente genießen. Man muss nur aktiv umdenken und gewohnte Lebensmuster ändern.  Ein Blick über den eigenen Tellerand und der Entschluss jetzt aktiv zu leben : dann kann die Natur, die Zukunft  für uns alle aber auch für jeden Einzelnen anders aussehen. Und wir brauchen die Natur halt einfach zum Leben.